
Dass „die Völkerrechtmäßigkeit des Einsatzes (…) bis heute umstritten“ ist, mag ja sein. Die Völkerrechtswidrigkeit ist unbestritten. Der somit völkerrechtswidrige Angriffskrieg der NATO auf die Bundesrepublik Jugoslawien, anschließend die sogenannten „Jugoslawienkriege“, waren erst der Anfang. Es folgte 2014 – nach diversen NATO-Kriegen im Nahen Osten, in Libyen, Afghanistan, Sudan, Jemen etc. – der Staatsstreich gegen eine demokratisch gewählte Regierung in der Ukraine sowie ab 2022 der NATO-Russland-Krieg auf ukrainischem Boden; die Osterweiterung der NATO bedroht nicht erst seit 2022 Russlands gesamte Westgrenze von Finnland bis Georgien. Mit ihren brutalen, ungebetenen Eingriffen in die Innenpolitik und das Sicherheitsbedürfnis fremder Staaten haben NATO und Biden-Regierung (und deren Vorgänger) und niemand sonst die „europäische Friedensordnung“ zertrümmert. Das von NATO-freundlichen Denkfabriken betreute Wikipedia widerlegt die NATO. Eine Koordinationspanne in der Verbreitung der sonst rundum stimmigen, nur eben nicht stimmenden NATO-Erzählung. Diese Panne ist nur ein marginales Indiz für den Zustand der Organisation. Denn der US-Leitwolf des Bündnisses – um vielleicht doch noch die Welt wieder einzukriegen – bewegt sich zurzeit mit Donald Trump auf anderen Wegen. Aus NATO wird vielleicht EATO (East-Asian-Organisation); die Buchstabenfolge ist so egal wie der Name des von den USA strategisch anvisierten Kriegsbündnisses gegen die Volksrepublik China – die NATO wird nicht mehr dabei sein, sie spielt keine Rolle mehr. Ihr politischer Arm, die EU, ist deshalb seit längerem fieberhaft bemüht, in kürzester Zeit eine, nach Manpower und Waffenzahl hinreichend bedrohliche (abschreckende) europäische Kriegsmaschine in die Welt zu setzen. Mit der Expertise deutscher Politmanager, den Skills unserer Airport- und Autobahn-Maut-Ingenieure werden wir am Ende – Thank you for using Bundesbahn – voraussichtlich nicht um 5 Uhr 45 zurückschießen können, sondern vermutlich gar nicht.
