Trump gibt den Allmächtigen

Alastair Crooke

Trump ist dabei, die als Folge der Kriegsschrecken nach 1945 entstandene internationale Ordnung in ein aus US-Vasallen bestehendes Privatkabinett, einen erlesenen „Sicherheitsrat“ unter Trumps Vorsitz zu verwandeln. Aus UNO wird DTO, eine Donald Trump Organisation. Sein größter Propaganda-Erfolg: Trump und seine global arbeitende Medienmaschine machen die Westwelt glauben, er sei der mächtigste Mann der Welt. Wenn er weg ist, und das kann bald sein, sagt der frühere britische Diplomat, Politikberater bei der EU und heutige Analyst Alastair Crooke kommt ganz schnell der Nächste dran. Kandidaten aus dem laufenden President-Casting für die nächsten Wahlen haben die US-Eliten stets in der Pipeline. In einem Gespräch auf Glenn Diesens Kanal (in engl.) lässt Crooke wissen: die MAGA-Leute und die America first-Protagonisten sind zerstritten; die alte Garde der Republikaner will Trump loswerden, Streitpunkt: Israel und US-Amerikas immer drückendere Finanzprobleme.

Im Verlauf des Gesprächs taucht, unter enorm vielen anderen Namen aus dem Iran, aus Syrien, aus Katar, der Name Diostado Cabello auf, es könnte sein, dass man von ihm noch hören wird. Ein kompakt sportlicher venezolanischer Manager und Militär, der unter Maduro Innenminister war und zusammen mit kubanischen Spezialisten den venezolanischen Geheimdienst aufbaute. Er war längere Zeit im Ausland. Jetzt, so Crooke, ist er zurück. Und mittendrin. Aus seiner Perspektive könnte der Ende 2025 angelaufene Kolonialkrieg der USA gegen den südlichen Subkontinent die Formen eines kontinentalen Befreiungskriegs annehmen.

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