
(…) Der britische Ex-Diplomat, Ex-Geheimdienstler und Analyst Alastair Crooke weist am 18. April auf seiner 2004 gegründeten Website Conflictsforum auf den jüngsten Fall natürlich überhaupt nicht pathologischen Zusammenspiels von Börse und Politik hin (in engl.). Insiderwissen ist im Weißen Haus – dank auch ihres Prachtschwiegersohns zum sprudelnden Segen der Familienkasse Trumps – integraler Bestandteil von Regierungspolitik. Voll pathologisch ist dagegen, was Trump der Welt alles an Blödsinn erzählen kann, ohne dass etwa die deutsche Einheitspresse dazu auf nennenswerte Weise Stellung bezieht.
Peter Hänseler lieferte am Beispiel vergangener Trump-Fantasien zum Thema Verhandlungen zwischen Iran und USA schon Anfang April Fakten. Ein Paar Minuten vor Veröffentlichung der Trump-Lügengeschichten geschah an den Börsen Zauberhaftes:
„Rund 6200 Futures-Kontakte der Sorte Brand und West Texas Intermedia wechselten am Montag zwischen 6.49 Uhr und 6.50 Uhr New Yorker Zeit den Besitzer, nur eine Viertelstunde vor besagten Tweet Trumps of Truth Social, dass es in den letzten Tagen produktive Gespräche mit Teheran zur Beendigung des Krieges mit Iran angegeben habe. Nach Berechnungen der FT auf der Grundlage von Bloomberg Daten belief sich der Nominalwert dieser Geschäfte auf 580 Millionen“.
Der Autor resümiert:
„Verglichen mit diesen Leuten ist die Mafia so ungefährlich wie Mutter Theresa!“
