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STANDORT September 2026 – Courbet am See (C) Stefan Siegert

sagt Einar Tangen im Podcast mit Glenn Diesen über das: Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) in Kirgistan Ende August 2026. Der Hegemon ist natürlich Donald Trump, der in Kirgistan nur abwesend dabei war weiterlesen

Drop Site News is a nonprofit investigative news outlet founded by Ryan Grim and Jeremy Scahill in July 2024. It is based in Washington, D.C., United States.[1][2] It describes itself as non-aligned.[3] Other media organizations have described Drop Site News as an independent news website.[9] Drop Site (Drop Site News und Drop Site Daily) ist ein investigatives Nonprofit-Nachrichtenmagazin, im Juli 2024 gegründet von Ryan Grim und Jeremy Scahill. Es arbeitet in Washington D.C., United States. Es beschreibt sich selbst als blockfrei. Andere Medienorganisationen haben Drop Site News als unabhängig beschrieben).

Künftig sind auf diesen Seiten unregelmäßig Nachrichten aus bestimmten Regionen der Welt in von KI oder mir übersetzten Texten aus Drop Site zu lesen. Verglichen mit dieser Art – von Konzernen und Regierungen unabhängigen – US-Journalismus’ wird deutlich, was alles an politischem Weltgeschehen unbemerkt unterm Radar der Tagesschau durchläuft.

So berichtet Drop Site Daily etwa am 12. September, worüber dann sogar auch die Tagesschau berichtet:

Die jemenitische Ansarallah-Bewegung festigte am Freitag (11. September) ihre Kontrolle über das Gebiet am Bab al-Mandab, nachdem sie bereits am Vortag umfassende Geländegewinne erzielt hatte – eine der bedeutendsten Verschiebungen der territorialen Kontrolle seit Beginn des langjährigen Bürgerkriegs vor fünf Jahren.

Nach tagelangen, eskalierenden Kämpfen im westlichen Bergland des Gouvernements Taiz schienen die von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte der international anerkannten Regierung (IRG) des Jemen am Donnerstag zusammenzubrechen. weiterlesen

(C) Creative Commons

„Umfassende Geländegewinne” – inbegriffen Mitte September auch Mokha, die kleine Hafenstadt am Ostufer des Roten Meers. Die Ansarallah/Huthis haben Mokha auf dem Weg nach Bab-al-Mandab Mitte September erobert. Und weil meine Homepage auch ein FEUILLEPOL hat für Schnittstellen von Kultur und Politik, kann man und frau dort etwas darüber lesen, was diese jemenitische Stadt mit dem in Europa als „Mokka” bekannten Ur-Kaffee verbindet. weiterlesen…

Küchensprüchlein

Mozarella schmeckt anders nach nichts als Tofu.

Krieg im Iran

Raketenangriff der Zionisten, Südlibanon, Juni 2026

Auf Wunsch des FIFA-Friedenspreisträgers 2025 sollte in Genf am 17. Juni 2026 der große Frieden zwischen USA und dem Iran verkündet werden. Nichts dergleichen geschah. Denn das zionistisch verseuchte Israel fühlt sich seit langem an kein Völkerrecht, keine UN-Charta an nichts mehr gebunden, was ihm entgegenstünde. Es tötet – in Gaza, im Libanon, in der Westbank – Zehntausende Zivilisten, verwandelt Lebensraum in Trümmerwüsten, es vertreibt Millionen Menschen aus ihrer Heimat; der Westen unterstützt das mit Geld, Waffen und Schweigen. weiterlesen…

Chas Freeman (83), der Ex-Vizeverteidigungsminister und langjährige Botschafter der USA in Saudi-Arabien war Ende August auf Glenn Diesens Youtube-Kanal zu Gast. Die Ironie des zitierten Satzes ist nicht nur witzig, sie beruht auf tiefer geschichtlicher Kenntnis.

Krieg in der Ukraine

Einschlag einer Oreshnik in Kiew im Juni 2026

Worüber ist man in diesen Zeiten wohl fassungsloser: über die sich besonders für Europas Bewohner hinziehend lebensbedrohliche Weltlage. Oder darüber, dass die lieben Mitbürger von alldem so schlecht wie garnichts mitkriegen. Der deutsche Medienmainstream ist, wie Gutinformierte im September 2026 bemerken, gerademal dabei, die Bevölkerung mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass es sich bei der Ukraine um eine von Korruption völlig zerfressene Region und bei ihrer Regierung um ein dementsprechend heruntergekommenes Regime handelt. Davon ist auf diesen Seiten seit Jahren zu lesen. weiter…

Aus dem Papierkorb der Westmedien

Der Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Bejing Mitte Mai 2026 wurde von den öffentlichen und privaten Regierungsmedien des Westens wie üblich als geopolitisches Freundschaftsspektakel abgetan und beschwiegen, denn keine Drohungen sind zu vermelden, keine nennenswerten Ergebnisse. Es lohnt dagegen, die das Treffen abschießende Erklärung Putins und Xi Jinpings zu lesen. Wann zuletzt hätte es seitens des Westens in der Kürze eine so umfassende politische Einschätzung der Weltlage gegeben, wann dazu einen Ausblick auf eine im Entstehen begriffene multipolare, das heißt demokratische Global Governance im Sinn der Bevölkerungen aller Länder. mehr…

Die Russen sind nicht unser Feind

Die extreme Russenfeindlichkeit im Deutschland des Jahres 2026 hat eine lange Geschichte. Sie begann am 20. März 1890 mit der Entlassung des Kanzlers Otto von Bismarck durch Kaiser Wilhelm II. Für diesen Kanzler war ein gutes Verhältnis zu Russland Voraussetzung für eine deutsche Europapolitik (inkl. Reichseinigung von oben), die sich den Rücken im Osten frei hielt. Vierundzwanzig Jahre nach dieser Entlassung erklärte das postbismarcksche deutsche Reich dem zaristischen Russland den Krieg; Deutschland marschierte – bevor es beim zweiten Mal, im Juni 1941, richtig loslegte – zum ersten Mal in die Ukraine ein. mehr…

Goethe 2.0

Der alte Goethe wusste schon vor 200 Jahren wie es läuft. Zündeln, eskalieren, Spannung halten. Und wenn sich die Gegendseite endlich zur Wehr setzt – Heureka -, sind es wieder die anderen, die den Krieg angefangen haben.

beide Bilder vom 8. Januar 2026

Eine Tagesschau nach der anderen vergeht. Die Welt verändert sich. Das Weltbild der Tagesschau bleibt dasselbe. Die guten Zionisten in USA und Israel bleiben dieselben, der böse Putin bleibt derselbe. Da kann ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg des US-Gewaltsystems dem nächsten folgen. Es bleibt dabei:

Goethe, Faust II, 5. Akt, Palast (in Originalorthographie)

Ein sprechend einleuchtendes Ölbild von der Hand des koblenzer Malers Joseph Willibrord Mähler (1778-1860). Mein Beethoven-Büchlein sieht sich – im Verhältnis zur Beethoven-Ikone eines aufs Altbekannte wie festgenagelten Bürgertums – in der Perspektive dieses Porträts.

Herausgekommen in der 100-Seiten-Serie des Reclam Verlag.

Volker Hagedorn in den Autoren-Tips der ZEIT (hyperkurz, hypergenau, hyperrichtig mit jedem Wort) – Stefan Siegert: Beethoven (Reclam) Leben, Werke, Welt, fließend verbunden, engagiert, kundig und gewitzt geschrieben – ein randvolles Brevier.

Vorausgeschickt sei, ich schaue (außer Fußball im Free-TV) kaum Live-Fernsehen. Auf Anja Reschke bin ich durch Tipp und Link eines lieben Nachbarn gestoßen. Ich kenne bisher nur die beschriebene Folge ihrer seit 2022 in der ARD laufenden Sendereihe Reschke Fernsehen.

Es geht um ein heißes Eisen, die „Familenstiftungen“. Von Reschke moderiert, wird es zum medialen Frontalangriff auf die Besitz- und also Machtverhältnisse in Deutschland. Denn Familenstiftungen sind unter deutschen Milliardären der Hit, wenn sie Steuern vermeiden, dafür baut ihnen ihr Staat laufend goldene Brücken. Wäre Frau Jeschke der Normalfall im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, könnten alle einpacken, die seit Jahren kein gutes Haar lassen an dieser, vom Ursprungsgedanken her (Rundfunk-Staatsvertrag) segensreichen Einrichtung einer von Kanzleramt und Konzernen unabhängigen Presse. Aber man wundert sich. Eine derart genau recherchierende, krass kritische und dazu auch noch satirisch witzige Moderatorinnenfigur wie sie Anja Jeschke aus sich gemacht hat, steigt in so gut wie komplett auf regierungsfromm formatierten Sendeanstalten so weit auf? Wie war das möglich, wie geht es mit ihr weiter? Die Dinge liegen in Deutschland zur Zeit doch so: hätte meine Homepage bedeutend mehr Reichweite – ich hätte ernsthaft zu überlegen, ob ich der Frau mit so viel „Beifall von der falschen Seite“ nicht eher schaden könnte, es liegt mir fern.

Ich war siebzehn, als Fritz Bauer im Dezember 1963 gegen einen Staat der Altnazis den Frankfurter Auschwitz-Prozess durchkämpfte. Ich wuchs in einer Nazi-Familie auf. Fritz Bauers (1903 – 1968) Persönlichkeit und Leistung beeindruckte mich fürs Leben. In Erinnerung ist er vielen Menschen meiner Generation als moralisches Leitbild – aufrecht, unfassbar beharrlich, ein exzellenter Jurist. Die launige, witzige, lebenfrohe Seite Bauers hat die Journalistin Renate Lasker-Harpprecht ihm genial abgeschmeichelt (Bauer wird im FEUILLEPOL politisch gewürdigt).

Auf dem Foto Anne Brorhilker, bis zu ihrem überraschenden Rücktritt als Oberstaatsanwältin, Leiterin und treibende Kraft der für die juristische Aufarbeitung der „Cum Cum“ und „Cum Ex“ Skandale verantwortlichen Abteilung der Kölner Staatsanwaltschaft. Sie ist eine der Hauptpersonen in der unbedingt sehenswerten ZDF-Doku Systemfehler – der Cum Ex-Skandal. Im Moment der Niederschrift dieser Zeilen

Im Menü TIEF AUS DEM ARCHIV aus den goldenen Jahren des Freelance-Journalismus: ein Portät Eckhard Henscheids in Essen und Trinken von 1995:

Im Goldenen Löwen in Kallmünz, Herr Henscheid und ich – (C) Uta Rauser

Heinrich Heine 3.0

Bild (C) Uta Rauser

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text / Ich kenn auch die Herren Verfasser / Ich weiß, sie predigen öffentlich Wein / Und trinken heimlich Wasser.

(Ausschnitt)

Das letzte Wort auf meiner Startseite hat ein Bild. Der Metzgersohn Filippo Lippi (um 1406 – 1469) ist neben den anderen Renaissance-Riesen, neben Leonardo, Rafaelo, Boticelli, Tiziano, Michelangelo leicht in den Hintergrund geraten. Unverdient. Er gehört, wenn auch als einer der älteren, dazu. Wie irdisch, ja wie erotisch das freigelassene rechte Ohr der Madonna. Die Doppelfigur der Madonna mit Kind ist fast grell aus dem Dunkel des Muscheldekors hervorgehoben. Innerhalb beider Figuren überwiegt – zulasten der Plastizität – das Licht die Schatten, Kontraste und Kontur kommen zum Zuge. Aber die deutliche Linie, die beider Köpfe auseinanderhalten soll, trennt nicht. Sie ist Chiffre für ein Zusammengehören. Die kleine linke Hand des Kinds hält sich im Rückentuch der jungen Frau fest, deren Rechte das Kind zugleich trägt und liebkost. Sie ist das Lieblingsmodell des Malers, Lippis Lebensgefährtin (darum das Ohr). Man könnte, noch als Agnostiker, religiös werden angesichts solcher Kunst. Sie enthält – neben ihrer ästhetischen Vollkommenheit – Form gewordene Liebe, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Einssein, mithin edelste Menschlichkeit und ergo alles, was haltlose Menschen, so scheint es, der Menschheit zurzeit austreiben und in Vergessenheit geraten lassen wollen. Fra Filippos Arbeit sagt uns noch 600 Jahre später, dass – wie der Kuckuck im Volkslied -, was er da gemalt hat, langlebiger ist als alles, was die Botschaft eines solchen Bildes mit aller Gewalt vernichten will.

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