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STANDORT Februar 2024 (zweiter Dreitagewinter) © S.Siegert

So siehts aus…

Und so sieht eines ihrer Opfer aus…

Er büßt schrecklich. Wofür? Lange vor dem 24. Februar 2022, also vor der Zeit, da Kriegsverbrechen nur Kriegsverbrechen sind, wenn sie von Russen begangen werden, hat der australische Journalist Julian Assange der Welt mit einem einzigen Video die Augen geöffnet für die nichtendenden globalen Kriegsverbrechen der Vereinigten Staaten. Mit ihm ist das globale Grundrecht der Meinungs- und Pressefreiheit auf den 6 Quadratmetern einer Isolationsfolterzelle des britischen Hochsicherheitsgefängnisses Belmarsh verschwunden. Der Werte-Westen hüllt sich in Schweigen, Wer in diesen Tagen Gerechtigkeit für die Ukraine fordert und zugleich jedes gründlichere Nachdenken über die Tragödie um Julian Assange verweigert, ist mindestens unglaubwürdig. Was sind das für Werte, nach denen, wer Kriegsverbrechen aufdeckt, einer unersättlichen Rache der westlichen Führungsmacht sicher sein kann, während die US-präsidialen Kriegsverbrecher weiter und weiter und weitermachen?

Mein Text übers deutsch-israelische Verhältnis und den Staatssekretär im Bundeskanzleramt Hans Maria Globke.

Zum Krieg in Gaza Lohnende Links.

Robert Habecks so überaus unumstrittener Rede zum Thema Antisemitismus & Moral steht Deborah Feldmann auf beeindruckende Weise im Weg.

Die Lage in der Ukraine. – Ausgelogen. Aber leider nicht ausgestorben. Die FAZ und die anderen stimmen ihre Leserschaft kleinportioniert so langsam darauf ein: der Krieg – ihr Krieg – ist verloren. Einen angenehm freien Blick auf die Lage hatte der ehemahlige US-Botschafter Chas Freeman am 21. November 2023 in einem Interview mit neutralitystudies.com. Zwei Yankees eines Formats, das für die politische Zukunft der Vereinigten Staaten nicht erfreulicher vorstellbar wäre.

Und dann auch mal wieder was Schönes. Eine Erinnerung.

Es gibt Menschen mit der Gabe, eine soeben eingetretene Katastrophe mit einem Satz, mit einem alles umreißenden Tadel zu erfassen. In diesem Fall war es der Mittelläufer der Betriebsfußballmannschaft der Taxi-Innung Hamburg. Ein baumlanger Kerl, das Trikot schweißtriefend, Stirn und Haare schweißtropfend, blaue Hose und weiße Stutzen voller Sandspuren.

Die Bezeichnung „Mittelläufer“ zeigt jeder Kennerin des Metiers: die Sache ist schon etwas her. Aber schon damals gab es schlampig arbeitende Hintermannschaften, allerdings weder in Vierer-, noch in Dreierkette. Der Mittelläufer der Taxi-Innung hatte einen Läufer an jeder Seite und zwei Verteidiger hinter sich. Das hatte ihm aber in diesem und fünf weiteren Fällen nichts genutzt. Denn die Mannschaft der Schiffsmakler-Agentur Schröder (Name geändert), der ich als Student vorübergehend als linker Verteidiger angehörte, führte zum Zeitpunkt jener unvergesslichen Äußerung mit 6:0. Da ich ein schon damals recht offensiver linker Verteidiger war, kriegte ich alles aus der Nähe mit. Ich war im Angriffs-Gedränge vor dem Kasten im Moment, als der Torschütze abdrückte, umgerissen worden. Um mich herum an die drei gegnerische Abwehrspieler, nunmehr schwer bedröppelt auf ihrem Allerwertesten, der Torwart neben dem Ball im Netz. Vor dem Mittelläufer am Boden zwei weitere seiner Leute. Und was sagt er, dieser Riese des Rasensports, die Stirne gerunzelt, schwere Lider über zwei strafenden Augen im Blick auf seine deprimierten Männer: „Immer dieses Lässige!“, sagt er, man kann leider den Tonfall nicht aufschreiben.

Nie ist dieses Lässige überlegener und hamburgischer gedehnt-skandiert gegeißelt worden. Pep Gardiola, Jürgen Klopp, Carlo Ancelotti, was sag ich: Thomas Tuchel – sie alle wissen nur zu gut, was das Lässige ist, was es anrichten kann. Ich für mein Teil darf sagen: ich bin wenigstens dabei gewesen.

Beethoven-Brevier bei Reclam

Ein sprechend einleuchtendes Ölbild von der Hand des koblenzer Malers Joseph Willibrord Mähler (1778-1860). Mein Beethoven-Büchlein sieht sich – im Verhältnis zur immer noch heroisch titanischen Beethoven-Ikone des Bürgertums – in der Perspektive dieses Porträts.

Herausgekommen in der 100-Seiten-Serie des Reclam Verlag.

Volker Hagedorn in den Autoren-Tips der ZEIT (hyperkurz, hypergenau, hyperrichtig): Stefan Siegert: Beethoven (Reclam) Leben, Werke, Welt, fließend verbunden, engagiert, kundig und gewitzt geschrieben – ein randvolles Brevier.

KLICKTIPPS

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GERHARD RICHTER.PANORAMA (2023)

862 – ORAKELMASCHINE.HEINER GOEBBELS (2023)

JEAN RONDEAU.MOZART FANTASIE D KV 397

LOHNENDE LINKS (ständig aktualisiert)

Einen Klick wert auch mein Text über René Jacobs’ Neuaufnahme der MISSA von Beethoven mit RIAS Kammerchor und Freiburger Barockorchester. Recht lang und recht schön.

“Von wannen kommt den Herren diese Wissenschaft?”

Die Frage, es ist Carl von Ossietzky, der fragt, zielt auf die Empfehlung der SPD, wer Hindenburg wähle, verhindere damit Hitler. Reichpräsidentenwahl 1932. Ossietzky hatte empfohlen, den Kommunisten Thälmann zu wählen. Wer Hitler wähle, hatte der vorausgesagt, wähle den Krieg. Nicht auszudenken, wie die Weltgeschichte verlaufen wäre, hätten die deutschen Wahlberechtigten damals auf einen Ossietzky gehört, statt wie bis heute auf die Eberts und Helmuth Schmidts, die Steinmeyers, Scholzens und wie sie alle heißen und hießen (in letzter Zeit übertreffen sich SPD-Djihadisten wie Pistorius und Faeser als Prediger einer neuen “Kriegsfähigkeit”).

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Holunderlandsh Uta Rausers Blog

Fett, Haut, Aroma auf dem Tisch auf dem Teller auf dem Foto. Aal geräuchert. Brot gebacken. Bilder, Geschichten, Adressen von Produzenten, Erzeugnissen und ihren Orten im Land zwischen den Meeren. Landschaftsbezogenes Essen in Schleswig-Holstein.

                               

“Never forget that everything Hitler did in Germany was legal.” Martin Luther King

aus Susan Buck-Morss: “Revolution Today”, Haymarket Books, Chicago, Ill.

London, Tate modern, long time ago

Ein Influencer wird nicht mehr aus mir. Aber die Zahlen sind für eine vorab europäischer Kunstmusik gewidmete Seite nicht übel. ich möchte mich herzlich bedanken.

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