Anne Brorhilker (2025)

….Zeilen streiten sich CDU und SPD, woher das Wahnsinnsgeld für die Sicherheit der Rüstungsindustrie denn nun kommen soll. Ein bisschen die Steuern herauf für Milliardäre und Großverdiener, sagt gewohnheitsmäßig Herr Klingbeil (SPD). Never ever, donnert erwartungsgemäß die CDU gegenan, das bringt ja nichts, man muss an die Sozialausgaben und an die Migranten heran (ausgenommen natürlich die Ukrainer). Legte man den internationalen Finanz-Mafiosi, den großen sogenannten „Vermögensverwaltern“, den Großbanken und ihren Heeren an Lobbyisten konsequent das Handwerk, sagt Brorhilker im August 2025 sinngemäß in einem Interview auf Jacobin Talks – hätten wir pro Jahr, allein aus der wirksamen Strafverfolgung finanzindustriellen Steuerraubs, auf einen Schlag 100 Milliarden Euro mehr im Ausgabenbudget, wohlgemerkt pro Jahr, nicht etwa pro Legislaturperiode. Nicht auszudenken – oder eben gerade auszudenken –, wieviele staatliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Krankenhäuser, Schwimmhallen, marode Infrastruktur etc. damit auf chinesisches Niveau zu bringen wären. Wieviele kostengünstige Kitaplätze, Frauenhausplätze, bezahlbare Wohnungen mit diesen Milliarden geschaffen werden könnten, das Deutschlandticket könnte, unter Einschluss der Nutzung des ICE, für dauerhaft 49 Euro angeboten werden, das Bürgergeld problemlos über 2000 Euro betragen etc. – denn die Verpflichtung auf eine „soziale“ sowie „demokratische“ Ordnung ist unveränderbar für alle Zeiten im Grundgesetz festgeschrieben. Aber dafür bräuchte man für alle Zeiten Politiker, die sich nicht – selbst nicht durch ihren Eid auf die Verfassung – die Bohne verpflichtet fühlen, sich an die Verfassung zu halten?
