WM-FOLGEN TAGEBUCH

Das WM-Tagebuch schreibt sich dank Gianni Infantino fort als WM – Folgen – Tagebuch, das nun selbst zu einer der vielen Folgen der WM 2026 wird. Bleiben Sie am Ball:

Stand: 29.08.2026

Screenshot aus: sportbild.de – 29. August 2026

„Mit seinem geplanten Milliardendeal rund um die Fußball-WM hat Fifa-Boss Gianni Infantino die Fußball-Welt entzweit“, so DIE WELT am 28. August 2026. Infantino hat sein cool erdachtes FIFA-Imperium mit dem krachenden Scheitern seines Putschversuchs ins Wackeln gebracht. Am 20. August meldete sich ein weltweites Fanbündnis mit der Forderung nicht allein nach Rücktritt des Fußball-Tycoons, es fordert eine Reform der FIFA an Haupt und Gliedern: Transparenz, Verflachung der Hierarchien, Einbeziehung der weltweiten Fangemeinde, früher nannte man so etwas „Demokratisierung“. Die UEFA demonstriert, dass sie nicht gewillt ist, hinter ihre Forderungen zurückzugehen: Infantino-Rücktritt, FIFA-Reform und Wiederherstellung der „weltweiten Fußball Familie“ (UEFA) . Sie eskaliert am 28. August mit einer Strafanzeige gegen den FIFA-Chef.

Der zählte zunächst die ihm verbliebenen Schäfchen. Und die UEFA-Front erwies sich zwischenzeitlich als noch nicht wirklich gefestigt. Verbände wie Marokko, Argentinien und Mexiko tanzten aus der Reihe. Der qatarische Fußballverband (QFA) protestierte offiziell sogar dagegen, dass die UEFA zusammen mit der CONCACAF (Nord- und Mittelamerika, Karibik) und dem asiatischen Kontinentalverband (AFC) eine gemeinsame Erklärung gegen die FIFA-Führung herausgegeben hatte, ohne AFC-Mitgliedsverbände wie Qatar vorab zu konsultieren. Infantino fühlte sich vorübergehend so stark, dass er den rebellischen Kontinentalverbänden damit drohte, sie von kommenden fußballglobalen Höhepunkten wie den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen auszuschließen. Wie in einem Arbeitskampf: Auf Generalstreik folgt Aussperrung. Aber soweit ist es noch nicht. Die gerichtliche Klage der UEFA gegen Infantino ist keine leere Drohgebärde. Die Vorwürfe gegen ihn sind gut belegt. Ein Kampf, der mehr als in Gerichtssälen in Hinterzimmern und Luxus-Resorts ausgetragen wird. Infantino mit seiner Familie ist sicherheitshalber nach Qatar umgezogen, er wohnt zur Miete in einer Prachtvilla in Doha und wartet, was auf ihn zukommt.

So wehrt sich der Ulli Hoeness-Teil der globalen Oberschicht gegen den Musk—Trump-Infantino-Teil. Beide sind Teil einer denselben kapitalistischen Bewegungsgesetzen gerhorchenden „Elite“. Beim Kampf gegeneinander wählen sie ironischerweise Mittel, die vor mehr als 150 Jahren von der internationalen Arbeiterbewegung entwickelt wurden. Die im Sommer 2026 laufende Schlacht um den guten alten Fußball und seine weltweite Familie mag für die Infantino-Gegner noch zu gewinnen sein. Aber der Tag ist nicht fern, da werden sie im Krieg gegen das große Geld das Nachsehen haben (sollte nicht zuvor das System sich selbst zum Erliegen bringen).

Die Sportschau fasst die Entwicklung in der Vergangenheit zusammen:

Im Machtkampf der großen Fußballverbände ist die Boykott-Drohung der UEFA für FIFA-Turniere offenbar vorerst vom Tisch.

Nach einem Bericht des „Guardian“ soll es eine Zusage des Weltverbands geben, dass der angeschlagene Präsident Gianni Infantino seine umstrittenen Investorenpläne endgültig aufgibt. Der europäische Verband fordert dennoch nach wie vor Infantinos Rückzug.

Infantino war Anfang August in Bedrängnis geraten, nachdem seine Pläne publik geworden waren, WM-Anteile an private, externe Investoren zu verkaufen. Die FIFA wollte dazu eine Gesellschaft gründen, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen des Weltverbandes bündeln sollte. Eine Gruppe von US-Investoren, zu denen auch Joshua Kushner aus der Trump-Familie zählte, soll schon bereitgestanden haben.

18.08.2026 – Präsident kämpft um Macht FIFA-Machtkampf – Keine klare Front gegen Infantino

Der Machtkampf im Weltfußball nach dem gescheiterten Investorendeal von FIFA-Präsident Gianni Infantino ist in vollem Gange. Wer wo steht und wie es weitergehen könnte.

Zahlreiche nationale Verbände, allen voran der mächtige Europa-Verband UEFA, gingen auf Distanz zu Infantino. Die UEFA kündigte einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe an – und verlangte im Gegenzug von Infantinos Weltverband die Zusage, dass der Verkauf von WM-Rechten an Investoren nie mehr auf den Tisch kommen werde. Es müsse sichergestellt werden, „dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden“, hieß es Anfang August.Umstrittene Investorenpläne – FIFA-Zusage soll UEFA vorliegen

Nachdem die Rücktrittsforderungen in Richtung von Infantino immer lauter wurden, hatte der FIFA-Patron die Investorenpläne zunächst einmal auf Eis gelegt. Die von der UEFA verlangte Zusicherung, dass ein ähnlicher Plan künftig nicht wieder verfolgt werde, blieb aber zunächst aus. Wie der Guardian am Mittwoch berichtete, habe die UEFA inzwischen „konkrete Garantien“ der FIFA dafür erhalten, in Form eines „privaten Schreibens“ an die Europa-Zentrale.

Gianni Infantino, FIFA-Präsident
FIFA-Präsident Gianni Infantino

Nach SID-Informationen könnte der europäische Kontinentalverband seine Drohung daher zeitnah zurücknehmen. Auf Anfrage wollte sich die UEFA zum aktuellen Zeitpunkt nicht dazu äußern.UEFA fordert weiter Infantinos Rücktritt

Der europäische Verband fordert dennoch nach wie vor Infantinos Rückzug. Über weitere Schritte will die UEFA am Donnerstag beraten. Dann treffen sich die 55 nationalen Verbandsbosse um DFB-Präsident Bernd Neuendorf und das Exekutivkomitee um Hans-Joachim Watzke rund um die Auslosung zur Champions League in Monaco.

Auch die europäischen Topligen inklusive der Fußball-Bundesliga sollen sich geschlossen gegen den FIFA-Präsidenten Infantino gestellt haben. Nach Angaben des Chefs der European Leagues, Claudius Schäfer, sind alle 53 Mitgliedsligen aus 34 Ländern – darunter die „Großen Fünf“ aus Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich – „voll auf einer Linie“. Laut Schäfer hat sein Schweizer Landsmann Infantino „keine Zukunft“ bei der FIFA.

Die U20-WM der Frauen (ab. 5 September), die als erstes Turnier von einem UEFA-Boykott betroffen wäre, dürfte wie geplant stattfinden. Die Vorbereitungen verliefen „planmäßig“, teilte der polnische Verband als Gastgeber am Mittwoch auf SID-Anfrage mit: „Zum jetzigen Zeitpunkt“ gebe es „keinerlei Informationen über einen möglichen Rückzug eines der teilnehmenden Teams vom Turnier“.

21.08.2026 – Verbände schweigen zur Drohung der UEFA U20-WM der Frauen in Polen – von Boykott keine Spur

Die UEFA droht weiterhin mit dem Boykott von Wettbewerben, die von der FIFA veranstaltet werden. Es deutet aber vieles darauf hin, dass alle europäischen Verbände an der U20-WM in Polen teilnehmen werden. mehr.

Die Wahl zum FIFA-Präsidenten findet im März 2027 in Rabat statt, entschieden wird sie durch eine Mehrheit der 211 Mitglieder. Derzeit ist Infantino der einzige Kandidat.

JÜRGEN KLOPP INTRA PORTAS

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