Wird der Irankrieg zum jüngsten Gericht?

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Ein neues Staatsoberhaupt wurde gewählt. Iran schloss Verhandlungen aus. Auf jeden Airstrike der US-Israelis folgte der Gegenschlag. Die vom Westen zu 80 Prozent als vernichtet gemeldeten Hyperschall-Raketen und Drohnen der Revolutionsgarden – ihre Silos und Arsenale tief in der Erde eines Landes vergraben, dessen Fläche viermal so groß ist wie die der Bundesrepublik – treffen überraschend präzis, chinesische und russische Intelligenz helfen ihnen (GPS gegen Beidu). Die Sperrung der Straße von Hormuz durch den Iran verlagert den Krieg dorthin, woher er kommt: in die Welt der Finanzkonzerne und Rüstungsgiganten. Sie geraten unter Feuer, ihnen wird der Ölhahn abgedreht, der Petrodollar zieht, wenn es an den Kontrollstellen um die Durchfahrtsgebühren geht, gegenüber dem Yuan den Kürzeren. Die Mullahs sind nicht die Erfinder einer solchen Maßnahme. Die erste Sperrung der Straße von Hormuz richtete 1951 die britische Marine ein. Seit 1914 haben die USA mit dem Panamakanal bislang 800 Milliarden Dollar verdient.

In der kubanischen Schweinebucht, in Vietnam, Irak, Afghanistan erlitten die USA schwere Niederlagen; sie haben ihnen nicht das Genick gebrochen. Nun aber spricht der iranische Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf Sätze:

Folgt man (vom Westen unabhängigen) Experten wie Pepe Escobar, beginnt für den Iran der Krieg erst jetzt. Was hat der Iran in seinen unterirdischen Bunkern und Silos noch aufzubieten an Munition und waffentechnologischer Innovation? Wird er in der Lage sein, den Zionisten aus Israel und den USA eine strategische Niederlage zuzufügen?

Die Welt nach diesem Krieg, so viel ist sicher, wird eine sehr andere sein als jene, die wir ja auch schon kaum kennen.

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